zurück
Die Agnes Bernauer Schule, Realschule für Mädchen, erhielt den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Hierfür wurden rund 600 Unterschriften (97 % aller Schüler, Lehrer und anderer Beschäftigter) gesammelt. Jeder bekennt sich damit zu den Grundsätzen, sich dafür einzusetzen, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden. Selbt wenn an Schulen Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, soll man sich dagegen wenden und sich dafür einsetzen, dass alle in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, sich zukünftig zu achten.
Es bestehen bereits einige Projekte, die sich mit den Themen Gewalt, Mobbing und Diskriminierung beschäftigen. Dazu gehört unter anderem das Lebenskompetenztraining in den unteren Jahrgangsstufen, in dem die Jugendlichen lernen, was Gewalt und Mobbing eigentlich bedeuten und wie man darauf  reagieren sollte. Auch das Kenia-Projekt, bei dem unsere Schule seit einiger Zeit den Schulhausbau in einem Dorf in Kenia finanziell unterstützt, zählt dazu. Weitere Projekte innerhalb des Courage-Netzwerkes sind bereits in Planung. 
Gerade in einer Zeit, in der so viele Menschen - insbesondere Kinder und Jugendliche - flüchten müssen, ist es nötig, dass junge Menschen offen Flagge gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung jeglicher Art - auch untereinander - zeigen. 
Unterstützt wird dieses Projekt durch die Patenschaft von Rolf Störmann, Radiomoderator bei RT1, der bei der Verleihung in seiner Rede mit einprägsamen Worten noch einmal hervorgehoben hat, dass Rassismus und Diskriminierung doch erst durch Erziehung in die Gedanken von Jugendlichen kommen. Somit muss das Ziel aller Lehrer und Eltern sein, die Kinder weltoffen, respekt- und rücksichtsvoll zu erziehen. Die festliche Verleihung der Urkunde und eine kurze Vorstellung des Projekts durch Herrn Sell vom Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" wurden von dem selbst komponierten Lied "Sing and dance gegen Rassismus" in fünf Sprachen sowie "We are the world" umrahmt.