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Kultusminister Herr Dr. Ludwig Spaenle zu Besuch in der Agnes
 
 
Weihnachten 2011 hatte die Klasse 5ax, eine der beiden "Internationalen Klassen" der Agnes-Bernauer-Realschule, dem Kultusminister Ludwig Spaenle einen Brief geschrieben. Jetzt kam er zu Besuch und informierte sich über das Projekt. 
Die Internationalen Klassen helfen Kindern mit einer abweichenden Muttersprache durch zusätzlichen Deutschunterricht. Sie sollen so zu einer Schullaufbahn an weiterführenden Schulen befähigt werden. Die Klassen gibt es seit 2004 in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Nur für diese sind Jungen an der Mädchenschule zugelassen. 
Die Schüler trugen das Lied der Schule vor - Spaenle "musste" mitsingen. Er stellte Fragen zu Heimatländern und Plänen der Kinder. Ein Buch mit Texten und Bildern und ein Notizblock - "damit Sie nichts vergessen und immer an uns denken" - waren die Andenken. Auch die Klassen werden vom Minister ein Geschenk bekommen - er muss sich nur erst überlegen, was. 
 
(AZ vom 22.03.12)
Nach der Aufführung und dem anschließenden Gespräch mit Herrn Dr. Spaenle schrieben die Schülerinnen und Schüler der 5a ihre Erlebnisse und Beobachtungen auf:
  • Der Kultusminister kommt sicher mit einer Limousine an, dachte ich, er kam aber mit einem normalen Auto. Ich hätte nicht gedacht, dass er so nett und fröhlich ist.
  • Ich trat als erster auf Herrn Dr. Spaenle zu und sagte - total aufgeregt - zu ihm: "Herr Dr. Spaenle, wir freuen uns so sehr, dass Sie auf unsere Briefe reagiert haben und gekommen sind." 
  • Da stand ich in der ersten Reihe. Herr Dr. Spaenle und die Schulleitung sowie noch einige Lehrer kamen in die Aula. Ich fühlte mich noch ein bisschen unwohl vor den ganzen Menschen. Als dann Frau Chitsaz die Gitarre in die Hand nahm, ging es los. 
  • "Kommt her, Ihr müsst sie alle sehn!", riefen wir Kinder laut und sechs Kinder spielten Instrumente dazu. Die Agnes-Hymne (von einer 14-jährigen Schulband-Schülerin komponiert und getextet) klang so schön und wir tanzten dazu. Ab diesem Moment fühlte ich mich gar nicht mehr unwohl, sondern war nur noch stolz auf mich und die anderen der Klasse 5a. 
  • Die Melodie und der Text sprudelten nur so aus meinem Mund heraus. Ich tanzte beim Lied mit und sang aus vollem Hals. Ich liebe es, mich in die Musik zu vertiefen! 
  • Ich hatte anfangs eine Gänsehaut, weil ich ein bisschen Angst hatte. Aber Herr Spaenle hat ja auch versucht, die Töne zu treffen, und da verflog meine Angst!
  • Ja, Herr Spaenle "musste" mitsingen! Bei bestimmten Markierungen im Text sang er ein paar Mal "Agnes", eine von uns gab ihm dann immer ein Zeichen. Herr Dr. Spaenle hatte dabei eine Art Opernstimme, das war ziemlich lustig. Er hat toll mitgemacht. Dafür wird ab jetzt sein Name immer in der Schulhymne vorkommen! 
  • Mir gefiel, dass wir alles fehlerfrei geschafft haben und richtig Beifall bekamen. Es hat Spaß gemacht, ihm den Agnes-Song vorzusingen, ich war gar nicht aufgeregt! 
  • Toll, dass Lehrer von allem Bilder geschossen haben, denn diesen Tag will ich nie vergessen. Gut fand ich es auch, dass Frau Chitsaz uns immer wieder anregte, noch kräftiger zu singen. Mir ist auch aufgefallen, dass alle in toller Stimmung waren und man sah, dass der Kultusminister sich auch riesig gefreut hatte.
  • Anschließend sind wir in einen Klassenraum gegangen, an dessen Tafel wir in verschiedensten Sprachen "Hallo" geschrieben hatten. Alle Lehrer, die erst dabei waren, bat er, nach draußen zu gehen, damit nur er und wir im Raum waren. Er sprach mit uns richtig nett über viele Dinge. 
  • Wir haben Herrn Dr. Spaenle ganz viele Fragen gestellt wie z. B.: "Wollten Sie Kultusminister werden?" oder "Wollen Ihre Kinder in Ihre Fußstapfen treten?"
  • Dann hat er uns gefragt, wo wir geboren sind und was wir einmal werden wollen. Wir haben fast alle gesagt, wir wollen Ärztinnen werden! Ein Junge sagte, er findet es schade, dass sie nicht Fußball in der Schule spielen dürfen. 
  • Dann hatte die Klasse noch Erinnerungsgeschenke für ihn vorbereitet, die ihm richtig gut gefielen. Mir hat dieser Schultag persönlich am besten gefallen. 
  • Ich fand, alle haben an diesem Tag, den ich nie vergessen werde, toll mitgemacht und sich richtig viel Mühe gegeben. Und wie es scheint, hat es nicht nur uns gefallen, sondern es waren ja auch noch viele andere Lehrer außer Frau Chitsaz und Frau Frank da, die haben uns am Ende der Aufführung kräftig applaudiert. So verging ein besonderer Tag mit einem besonderen Kultusminister.
Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a, 
zusammengestellt von B. Chitsaz