Entstehung und Entwicklung
Die Geschichte unserer Schule begann bereits im Schuljahr 1938/39 als Haustöchterschule, die dem Maria-Theresia-Gymnasium angegliedert war. Bereits 1940 wurde sie in eine Mädchenmittelschule umbenannt, fand aber ihren Charakter als mittlere Bildungseinrichtung erst 1965/66, als sie in eine Realschule umgewandelt wurde, die allerdings immer noch Teil des Gymnasiums war.


Das Gründungsdatum der eigenständigen Realschule für Mädchen war der 01.01.1969, als die Maria-Theresia-Mädchenrealschule, nun "Städtische Realschule für Mädchen", eine selbständige Bildungseinrichtung unter Leitung von Realschuldirektor Helmut Kopp und seinem Konrektor Erich Warendorf wurde.

Dieses Glasbild ist ein Geschenk 
des bekannten Augsburger Künstlers 
Matthes Glogger
Wann? Was?
ab 1938/39 Haustöchterschule am Maria-Theresia-Gymnasium
ab 1940 Mädchenmittelschule
1965/66 Umwandlung in eine Realschule als Teil des Maria-Theresia-Gymnasiums
1.1.1969 eigenständige Realschule für Mädchen (Schulleiter: Helmut Kopp; Konrektor: Erich Warendorf) 
Unterbringung der 15 Klassen in 4 Gebäuden
6.11.1968 Bauausschuss beschließt Schulhausneubau
26.11.1970 erster Spatenstich durch OB Wolfgang Pepper; Schulhaus für 20 Klassen bis 1972 fertiggestellt
1972 neuer Name: Agnes-Bernauer-Schule
18.9.1972 Anfangskonferenz im neuen Schulgebäude
19.9.1972 Offizielle Übergabe des Schulhauses durch OB Hans Breuer
1972 Abendrealschule für Berufstätige zieht mit ins Schulhaus (Schulleiter Erich Warendorf)
1972 neue Konrektorin der Mädchenrealschule: Gerlinde Kolb
1974 2. Konrektor: Adolf Fasold
1973/74 911 Schülerinnen in 24 Klassen, davon 2 "Wanderklassen"
1974/75 Schülerinnen aus dem Landkreis werden wegen Raummangels nicht mehr aufgenommen, daher "nur noch" 824 Schülerinnen
ab 1981 Rückgang der Schülerzahl: 767 ... 604 ... 446 ... 386 ... ab 1988 auf ca. 380 eingependelt
Juli 1986 Herr Kopp wird in den Ruhestand versetzt
1986 neue Schulleiterin: Gerlinde Kolb
18.2.1988 Sparbeschluss des Stadtrates (Eingliederung der Agnes-Bernauer-Schule in die Knabenrealschule II) wurde nicht vollzogen
Juli 1989 Herr Warendorf wird in den Ruhestand versetzt; Abendrealschule wird der Mädchenrealschule angegliedert; 2. Konrektor: Georg Gruber (zuständig für die Abendrealschule)
Juli 1992 Herr Fasold wird in den Ruhestand versetzt
1993 neuer Konrektor: Peter Weindl
1999 bayernweite Einführung der sechsstufigen Realschule
2000 ca. 600 Schülerinnen auf der Agnes
2002 Gestaltung der "Grünen Oase" im Hof der Schule (an Stelle des unbrauchbaren Sportfeldes) mit Hilfe von Eltern und Lehrkräften
2005 Herr Weindl wird in den Ruhestand versetzt
2005 Neuer Konrektor: Robert Fischer
2008 Renovierung: Außenfassade des vorderen Querbaus wird neu gestrichen; neue Fußböden
Juli 2010 Frau Kolb geht in den Ruhestand
2010 neuer Schulleiter: Robert Fischer
2011 neue Konrektorin: Sabine Botschafter
2011 über 660 Schülerinnen auf der Agnes
2011 neue Räume für die Nachmittagsbetreuung im Keller der Schule, inkl. Umbau des Außenbereichs
2012 Besuch des bayerischen Kultusministers, Dr. Ludwig Spaenle, in unserer "Internationalen Klasse"
2015 Dachsanierung und Renovierung: Außenfassade des Hauptgebäudes wird neu gestrichen

 

Agnes Bernauer - unsere Namenspatronin

Agnes Bernauer wurde um 1410 in Augsburg geboren und starb am 12. Oktober 1435 bei Straubing. Überliefert wird, dass sie die Tochter des Badstubenbesitzers und Barbiers Kasper Bernauer gewesen sein soll. Fest steht, dass Herzog Albrecht III. von Bayern Agnes bei einem Turnier in Augsburg kennenlernte und mit ihr gegen den Widerstand der herzoglichen Familie eine nicht standesgemäße Ehe einging. Das Paar hatte eine Tochter und lebte abwechselnd in Vohburg oder Straubing.
In Straubing ließ Herzog Ernst, der Vater Albrechts, Agnes Bernauer ermorden, nachdem Albrecht unter einem Vorwand aus der Stadt weggelockt worden war. Die Todesart - Ertränken in der Donau - hatte auch symbolische Bedeutung, nämlich als Hexentod.
Man stieß die Bernauerin von der Donaubrücke. Angeblich gelang es ihr, die Beinfesseln zu lösen und ans Ufer zu schwimmen. Dort habe der Henker auf sie gewartet und mit einer Stange ihren Kopf solange unter Wasser gedrückt, bis sie ertrunken sei. 
Herzog Ernst stiftete 1436 als Sühne für den Mord an seiner unstandesgemäßen Schwiegertochter eine Messe in St. Peter in Straubing. Er ließ ihr einen Grabstein aus rotem Marmor meißeln und eine eigene Totenkapelle errichten, die Agnes-Bernauer-Kapelle im Friedhof von St. Peter.